Festgeld im Vergleich
Festgeld ist ein Tauschgeschäft: Sie geben für eine feste Zeit den Zugriff auf Ihr Geld und bekommen dafür einen Zinssatz, der sich in dieser Zeit nicht ändert. Alles, was beim Festgeld schiefgeht, geht an einer der beiden Seiten dieses Tauschs schief – meistens daran, dass der Zugriff doch gebraucht wird.
Diese Seite erklärt, wie Festgeld gerechnet wird, warum die Zinsgutschrift am Laufzeitende steuerlich anders wirkt als beim Tagesgeld und wann eine gestaffelte Anlage sinnvoller ist als eine einzelne. Die aktuellen Zinsen stehen im Rechner.
Festgeld vergleichen
Der Vergleichsrechner wird hier eingebunden.
Der Rechner zeigt die Zinsen je Laufzeit und den Betrag, der am Laufzeitende ausgezahlt wird. Zinssätze ändern sich – deshalb stehen sie hier und nicht im Text.
Unabhängig. Wir vergleichen nach Bedingungen, nicht nach Provision. Wie wir Geld verdienen, steht in Über uns.
Kurz gefasst
- Zins
- Fest für die gesamte Laufzeit
- Verfügbarkeit
- Erst am Laufzeitende, vorher in der Regel nicht
- Zinsgutschrift
- Meist am Laufzeitende, einige Anbieter jährlich
- Gesetzliche Sicherung
- 100.000 € je Kunde und Bank (EU)
- Steuer
- Fällig im Jahr der Zinsgutschrift, nicht anteilig
Was Festgeld ist
Bei Festgeld legen Sie einen Betrag für eine vorher bestimmte Laufzeit an. Der Zinssatz steht bei Vertragsabschluss fest und gilt für die gesamte Laufzeit – unabhängig davon, wie sich der Markt in dieser Zeit bewegt. Am Laufzeitende erhalten Sie den angelegten Betrag zuzüglich der aufgelaufenen Zinsen.
Der feste Zins ist die eine Hälfte des Geschäfts. Die andere Hälfte ist die Bindung: Sie können in der Regel während der Laufzeit nicht über das Geld verfügen. Bei vielen Anbietern gibt es nicht einmal eine Möglichkeit, vorzeitig zu kündigen – nicht gegen Gebühr, nicht gegen Zinsabschlag, gar nicht.
Verglichen mit Tagesgeld ist Festgeld der höhere Zins bei geringerer Flexibilität. Verglichen mit einem Wertpapierdepot ist es der garantierte, aber gedeckelte Ertrag: Sie können nicht verlieren, außer durch den Ausfall der Bank – aber Sie können auch nicht mehr verdienen als den vereinbarten Satz.
Der entscheidende Test vor dem Abschluss: Können Sie sicher sein, dass Sie diesen Betrag für die gesamte Laufzeit nicht brauchen? Nicht "wahrscheinlich nicht" – sicher. Der zweite Test: Können Sie es sich leisten, im Notfall auf einen anderen Weg zurückzugreifen, ohne teuer zu leihen? Wenn eine der beiden Antworten nein ist, ist die Laufzeit zu lang.
Die Zinsbindung: der eine Vorteil und der eine Preis
Ein fester Zins ist eine Wette, die Sie gegen den Markt abschließen, und wie bei jeder Wette können beide Seiten gewinnen.
- Sie gewinnen, wenn die Zinsen fallen. Ihr Zins bleibt auf dem Niveau vom Tag des Abschlusses, während neue Anlagen weniger abwerfen.
- Sie verlieren, wenn die Zinsen steigen. Ihr Geld arbeitet weiter zum alten Satz, während Sie anderswo mehr bekommen hätten – und ändern können Sie nichts, weil die Bindung beidseitig ist.
Aus diesem Grund ist die verlockende Schlussfolgerung – "die Zinsen sind bald wieder niedriger, jetzt lange festlegen" – eine Prognose, keine Rechnung. Wer in den vergangenen Jahrzehnten langfristig auf fallende Zinsen gesetzt hat, lag lange richtig und dann einige Male entscheidend falsch. Die Renditeentwicklung ist nicht vorhersagbar, und diese Seite wird es nicht versuchen.
Was sich vorhersehen lässt, ist Ihr eigener Bedarf. Die Laufzeit sollte nicht nach der Zinserwartung gewählt werden, sondern nach dem Datum, an dem Sie das Geld brauchen.
Laufzeiten und warum die Zinskurve selten gerade ist
Festgeld wird für Laufzeiten von einem Monat bis zu mehreren Jahren angeboten. Üblich sind Abstufungen wie 6, 12, 24, 36 und 60 Monate. Die Zinsen steigen mit der Laufzeit nicht gleichmäßig, und manchmal fallen sie.
Ein Grund dafür liegt in der Refinanzierung: Eine Bank braucht Geld für eine bestimmte Zeit und zahlt dafür den Preis, der für genau diese Laufzeit am Markt gilt. Wenn sie kurzfristiges Geld braucht, ist das kurze Festgeld teuer; wenn sie langfristige Planung sucht, ist das lange Festgeld teuer. Es gibt deshalb kein Naturgesetz, nach dem drei Jahre immer besser verzinst sind als ein Jahr.
Was daraus praktisch folgt
- Vergleichen Sie nicht nur innerhalb einer Laufzeit, sondern über die Laufzeiten hinweg. Der Unterschied zwischen benachbarten Laufzeiten kann größer sein als der Unterschied zwischen zwei Anbietern derselben Laufzeit.
- Ein ungewöhnlich hoher Zins für eine ungewöhnlich lange Laufzeit ist ein Signal, kein Geschenk. Prüfen Sie dann besonders genau, wer die Bank ist und wie ihre Einlagensicherung aussieht.
- Sehr kurze Laufzeiten von wenigen Monaten sind im Verhältnis zum Aufwand einer Kontoeröffnung oft wenig attraktiv. Ob sich das rechnet, zeigt der Rechner.
Zinsgutschrift und Zinseszins
Ob die Zinsen unterwegs gutgeschrieben oder erst am Ende ausgezahlt werden, ist der zweite große Unterschied zum Tagesgeld.
- Gutschrift am Laufzeitende
- Der häufigste Fall. Sie erhalten den Anlagebetrag plus die über die gesamte Laufzeit aufgelaufenen Zinsen. Kein Zinseszinseffekt innerhalb der Laufzeit.
- Jährliche Gutschrift
- Die Zinsen werden jedes Jahr gutgeschrieben und im Folgejahr mitverzinst. Bei mehrjährigen Anlagen ist das ein echter Vorteil.
- Auszahlende Variante
- Die Zinsen werden regelmäßig ausbezahlt statt wiederangelegt. Sinnvoll, wenn Sie die Erträge als laufendes Einkommen brauchen.
Bei einer mehrjährigen Anlage kann der Unterschied zwischen einfacher und jährlicher Zinsgutschrift erheblich sein, weil jedes Jahr auf einen größeren Betrag Zinsen anfallen. Fragen Sie beim Vergleich danach – die Angabe steht selten in der Produktübersicht und häufig nur im Bedingungswerk.
Was viele nicht wissen: Wird bei einer mehrjährigen Anlage nichts ausgezahlt, können Sie die Zinsen auch nicht vorab versteuern. Stattdessen fällt die Steuer gesammelt im Jahr der Gutschrift an – auf einen Schlag. Bei einem Betrag, der über mehrere Jahre gewachsen ist und über Ihren Sparerpauschbetrag hinausgeht, kann das eine Nachzahlung ergeben, mit der niemand gerechnet hat.
Einlagensicherung: dieselben 100.000 Euro
Festgeld ist ein Einlagengeschäft, kein Wertpapiergeschäft. Ihre Einlage ist deshalb in der EU gesetzlich bis 100.000 Euro je Kunde und Bank geschützt – genau wie beim Tagesgeld. Fällt die Bank, greift die Einlagensicherung des Landes, in dem die Bank zugelassen ist.
Drei Punkte, die beim Festgeld eine größere Rolle spielen als beim Tagesgeld:
- Die Bindung verstärkt das Einlagenrisiko. Beim Tagesgeld könnten Sie bei schlechten Nachrichten über Ihre Bank kurzfristig abziehen. Beim Festgeld können Sie das nicht. Wer eine lange Laufzeit wählt, bleibt der Bank für diese Zeit ausgeliefert, selbst wenn sich ihre Lage ändert.
- Die Obergrenze zählt über alle Konten bei derselben Banklizenz – Giro, Tagesgeld, Festgeld und Tagesgeldkonten verschiedener Marken unter derselben Lizenz zusammengenommen. Prüfen Sie die Lizenz, nicht die Marke.
- Freiwillige Sicherungssysteme sind Zusagen, keine Gesetze. Einige Bankengruppen sichern über die gesetzlichen 100.000 Euro hinaus ab. Umfang und Bedingungen dieser Systeme sind unterschiedlich und können sich ändern. Verlassen Sie sich auf den gesetzlichen Teil und behandeln Sie alles darüber als zusätzlich, nicht als Grundlage.
Bei Beträgen über 100.000 Euro ist die Aufteilung auf mehrere Banken mit unterschiedlichen Lizenzen der wirksamste Schutz. Beim Festgeld ist das besonders wichtig, weil Sie die Entscheidung für die gesamte Laufzeit festschreiben.
Ausländische Festgeldangebote
Ein großer Teil der höchsten Festgeldzinsen kommt von Banken mit Sitz in einem anderen EU-Staat. Sie sind über die europäische Dienstleistungsfreiheit zugelassen und unterliegen der Einlagensicherung ihres Sitzlandes. Geschützt sind dieselben 100.000 Euro – aber das Verfahren im Ernstfall läuft über eine andere Behörde, in einer anderen Sprache, nach deren Ablauf.
Der Steuerpunkt, der Festgeld von Tagesgeld unterscheidet
Bei einer deutschen Bank führt diese die Abgeltungssteuer ab, und Ihr Freistellungsauftrag wirkt automatisch. Bei einer Bank im Ausland funktioniert das nicht in jedem Fall:
- Bei EU-Banken kann ein deutscher Freistellungsauftrag in der Regel nicht erteilt werden. Sie müssen die Zinsen in Ihrer Steuererklärung erklären und die bereits gezahlte oder noch nicht gezahlte Steuer dort ausgleichen.
- Bei Banken außerhalb der EU kann zusätzlich eine Quellensteuer des Sitzlandes anfallen. Ob und in welcher Höhe sie durch ein Doppelbesteuerungsabkommen anrechenbar ist, hängt vom jeweiligen Land ab.
Bei einer einmaligen Festgeldanlage ist dieser Aufwand überschaubar – eine Position in der Steuererklärung, einmal pro Laufzeit. Der Zinsvorteil muss ihn aber übersteigen. Rechnen Sie beides in denselben Vergleich ein.
Vorzeitig ans Geld: was dann passiert
Festgeld ist eine beidseitige Bindung. Vorzeitig etwas anderes anzunehmen, führt zu den häufigsten Enttäuschungen bei dieser Anlageform.
- Keine vorzeitige Verfügung
- Der häufigste Fall. Sie kommen bis zum Laufzeitende nicht an das Geld. Nicht gegen Gebühr, nicht gegen Zinsabschlag.
- Vorzeitige Kündigung mit Zinsabschlag
- Manche Banken erlauben die Auflösung und rechnen den Zins dann zu einem niedrigeren Satz – oft dem Tagesgeldzins der Bank – ab.
- Übertragung auf Dritte
- Selten möglich. Wo es angeboten wird, ist es ein Verkauf Ihrer Forderung, nicht eine Auszahlung durch die Bank.
Wenn Sie in einer Notlage dennoch an das Geld müssen, bleibt in der Regel nur ein Kredit – und dessen Zins kostet mehr, als die Anlage einbringt. Genau deshalb ist ein Festgeld ohne Notreserve daneben ein Rechenfehler: Sie müssen nicht nur den Betrag richtig wählen, sondern auch dafür sorgen, dass daneben noch genug frei verfügbar bleibt.
Ich brauche das Geld doch früher
Das ist der Fehler, der beim Festgeld am häufigsten passiert – und er entsteht nicht beim Abschluss, sondern später. Wer die Anlage wählt, denkt an das Geld, das er übrig hat. Wer es braucht, denkt an das Geld, das fehlt. Die Bindung wird genau dann am teuersten, wenn beides aufeinandertrifft.
Die verbreitete Annahme, ein Festgeld sei rechtlich unkündbar, trifft so nicht zu. Nach § 314 des Bürgerlichen Gesetzbuchs kann ein Vertrag aus wichtigem Grund gekündigt werden; das ist der einzige gesetzliche Ausstieg. Als anerkannter Fall gilt der Tod des Inhabers. Alles darüber hinaus ist kein Rechtsanspruch, sondern Kulanz der Bank – mal gegen einen Zinsabschlag, mal gar nicht.
Für die Planung heißt das: Verlassen Sie sich weder auf die Kulanz der Bank noch auf die Kündigung aus wichtigem Grund. Beide existieren, aber keine von beiden ist dafür gedacht, dass sich Ihr Bedarf nachträglich ändert.
Was am Fälligkeitstag passiert
Der Fälligkeitstag ist nicht das Ende der Anlage, sondern ihr Entscheidungspunkt. Bei vielen Anbietern verlängert sich das Festgeld automatisch, wenn Sie nichts tun – und zwar zu dem Zins, der dann gilt, nicht zu dem, den Sie ursprünglich vereinbart haben.
- Kündigungs- und Verlängerungsklausel vorab lesen. Ob und mit welcher Frist Sie die Verlängerung verhindern können, steht im Vertrag und ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Prüfen Sie diese Frist, bevor Sie abschließen.
- Den Stichtag vor dem Laufzeitende in den Kalender eintragen. Die Frist läuft vor dem Fälligkeitstag ab, nicht an ihm. Ein Eintrag auf dem letzten Tag kommt zu spät.
- Rechtzeitig erklären, was mit dem Geld passieren soll. Ohne Erklärung verlängert sich die Anlage zu den dann aktuellen Konditionen. Diese können niedriger liegen als Ihr bisheriger Zins.
- Die Verlängerung wie ein neues Angebot behandeln. Vergleichen Sie den angebotenen Zins mit dem, was andere Anbieter für dieselbe Laufzeit zahlen, bevor Sie sie hinnehmen.
Der stille Fehler: Die Verlängerung passiert ohne Unterschrift und ohne Erinnerung. Wer den Fälligkeitstag verpasst, bekommt nicht selten eine neue Laufzeit, die er nie gewählt hätte – und muss sie aussitzen, weil während der Laufzeit gerade keine vorzeitige Verfügung vorgesehen ist.
Die Festgeldtreppe: Laufzeiten staffeln statt raten
- AufteilenDer Betrag wird auf mehrere Laufzeiten verteilt statt auf eine einzige.
- Fällig werdenIn festen Abständen wird eine Tranche fällig. Der Rest liegt weiter fest.
- Neu anlegenDie fällige Tranche wird zu den Bedingungen angelegt, die dann gelten.
Die Treppe mittelt den Zinssatz: Sie treffen den Markt weder am höchsten noch am niedrigsten Punkt, sondern über die Zeit hinweg durchschnittlich. Sie senkt damit den Höchstzins mit.
Wer nicht weiß, ob er in zwei Jahren oder in fünf an das Geld muss, hat zwei schlechte Optionen – alles kurz anlegen und Zins verschenken, oder alles lang anlegen und im Zweifel nicht herankommen.
Die Festgeldtreppe löst das, indem sie den Betrag auf mehrere Laufzeiten verteilt. Ein Beispiel zur Veranschaulichung, nicht als Empfehlung: Ein Drittel auf ein Jahr, ein Drittel auf zwei, ein Drittel auf drei. Jedes Jahr wird eine Tranche fällig. Wollen Sie dann wieder anlegen, können Sie neu entscheiden.
Was die Treppe leistet – und was nicht
- Sie schafft einen regelmäßigen Entscheidungspunkt. Statt einer Entscheidung, die über Jahre feststeht, entscheiden Sie jedes Jahr neu und können sich an ein verändertes Zinsumfeld anpassen.
- Sie mittelt den Zinssatz. Sie treffen den Markt nicht am höchsten und nicht am niedrigsten Punkt, sondern über die Zeit hinweg durchschnittlich.
- Sie senkt den Höchstzins. Der Preis dafür: Wenn die langen Laufzeiten am besten verzinst sind, erreichen Sie dieses Niveau nur mit der langen Tranche, nicht mit dem ganzen Betrag.
- Sie erhöht den Aufwand. Mehrere Konten, mehrere Fälligkeitsdaten, mehrere Kontoeröffnungen. Wer das nicht pflegen will, fährt mit einer einzelnen Anlage besser.
Ob sich das für Sie rechnet, hängt davon ab, ob ein regelmäßiger Entscheidungspunkt für Sie einen Wert hat. Wer sein Geld aktiv verwaltet, wird ihn bejahen. Wer es einmal anlegen und dann vergessen will, sollte eine einzelne Laufzeit wählen und diese richtig.
Steuern: Zuflussprinzip und warum das Jahr zählt
Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag, für Kirchenmitglieder zuzüglich Kirchensteuer. Bis zum Sparerpauschbetrag bleibt der Ertrag steuerfrei, wenn der Bank ein Freistellungsauftrag erteilt wurde.
Beim Festgeld entscheidend ist das Zuflussprinzip: Steuer fällt in dem Jahr an, in dem Sie die Zinsen erhalten – nicht anteilig über die Laufzeit verteilt. Bei einer dreijährigen Anlage mit Auszahlung am Ende liegt damit der gesamte Ertrag aus drei Jahren in einem einzigen Steuerjahr.
Das hat zwei Folgen:
- In diesem einen Jahr können Sie den Sparerpauschbetrag überschreiten, auch wenn Sie ihn in den Jahren davor nie ausgeschöpft haben. Eine Nachzahlung ist die Folge.
- Sie können den Freistellungsauftrag in diesem Jahr gezielt bei dieser Bank einsetzen und ihn bei anderen Banken entsprechend niedriger erteilen. Prüfen Sie die Verteilung der Aufträge einmal jährlich – sie muss in der Summe stimmen.
Ein Sonderfall, der nur selten zutrifft: Bei einer auszahlenden Variante, bei der die Zinsen jährlich fließen, wird auch jährlich versteuert. Das kann die Steuerlast über die Jahre glätten, senkt aber den Zinseszinseffekt.
Worauf Sie beim Festgeldvergleich achten sollten
In dieser Reihenfolge geprüft, sortiert das die meisten Angebote schnell:
- Laufzeit nach Ihrem Bedarf wählen, nicht nach der Zinserwartung
- Zinssatz innerhalb derselben Laufzeit vergleichen – nicht über verschiedene Laufzeiten hinweg
- Zinsgutschrift – jährlich ist bei mehrjährigen Anlagen besser als am Ende
- Vorzeitige Verfügung – möglich, mit Abschlag, oder ausgeschlossen?
- Banklizenz und Sitz – wegen Einlagensicherung und Steuerabführung
- Summe über alle Konten bei derselben Lizenz unter 100.000 Euro halten
- Notreserve daneben – genug frei verfügbares Geld für Unerwartetes
- Steuerjahr im Blick – bei Auszahlung am Laufzeitende fällt alles in ein Jahr
Erst danach der Zinssatz. Ein Festgeld mit Spitzenzins und einer Laufzeit, die Sie nicht durchhalten, ist nicht ein gutes Geschäft mit einem kleinen Fehler – es ist ein Vertrag, den Sie nicht erfüllen können.
Häufige Fragen
Was ist Festgeld?
Festgeld ist eine Anlage mit fester Laufzeit und festem Zinssatz. Der Zins steht bei Abschluss fest und gilt für die gesamte Laufzeit. Während der Laufzeit können Sie in der Regel nicht über das Geld verfügen.
Wie hoch sind die Festgeldzinsen aktuell?
Festgeldzinsen ändern sich laufend, deshalb steht hier keine Zahl. Der Vergleichsrechner zeigt die aktuellen Zinsen je Laufzeit und den Auszahlungsbetrag am Laufzeitende.
Kann ich Festgeld vorzeitig kündigen?
Bei vielen Anbietern nicht. Manche erlauben die Auflösung gegen einen Zinsabschlag, bei dem der Zins zu einem niedrigeren Satz – oft dem Tagesgeldzins – neu gerechnet wird. Prüfen Sie das vor dem Abschluss.
Ist Festgeld sicher?
Einlagen sind in der EU gesetzlich bis 100.000 Euro je Kunde und Bank geschützt. Beim Festgeld wiegt das Risiko schwerer als beim Tagesgeld, weil Sie während der Laufzeit nicht ausweichen können.
Wann muss ich Festgeldzinsen versteuern?
Im Jahr der Zinsgutschrift. Bei Auszahlung am Laufzeitende liegt der gesamte Ertrag mehrerer Jahre in einem Steuerjahr. Das kann den Sparerpauschbetrag überschreiten und eine Nachzahlung auslösen.
Was ist eine Festgeldtreppe?
Die Aufteilung eines Betrags auf mehrere Laufzeiten, sodass regelmäßig eine Tranche fällig wird. Vorteil: Sie entscheiden jährlich neu und mitteln den Zinssatz. Nachteil: mehr Aufwand und ein niedrigerer Höchstzins.
Lohnt sich Festgeld im Ausland?
Der Zins ist oft höher, und es gilt dieselbe gesetzliche Sicherung von 100.000 Euro. Dafür läuft die Abwicklung im Ernstfall über eine ausländische Behörde, und ein deutscher Freistellungsauftrag ist meist nicht möglich – die Zinsen müssen Sie selbst versteuern.
Festgeld oder Tagesgeld?
Festgeld, wenn Sie wissen, wann Sie das Geld brauchen. Tagesgeld, wenn Sie es nicht wissen. Die Verfügbarkeit ist beim Tagesgeld mehr wert als der Zinsunterschied beim Festgeld.