TARGOBANK Festgeld

Aktualisiert am 6. Oktober 2026

Ein Festgeld bei einer Bank mit Filialnetz ist derselbe Vertrag wie bei einer Direktbank: ein Betrag, eine feste Laufzeit, ein fester Zins. Der Unterschied liegt nicht im Produkt, sondern im Weg dorthin. Sie können den Vertrag online schließen oder einen Termin in einer Filiale machen.

An dieser Wahl hängt ein Punkt, der in kaum einem Vergleich steht: Der online geschlossene Vertrag ist widerruflich, der in der Filiale unterschriebene in der Regel nicht. Auf dieser Seite steht, was der Abschluss vor Ort sonst bedeutet und was am Laufzeitende zu tun ist, damit aus der Anlage nicht unbemerkt eine zweite wird.

TARGOBANK Festgeld im Vergleich

Der Vergleichsrechner wird hier eingebunden.

Der Rechner zeigt die aktuellen Zinsen je Laufzeit und den Betrag, der am Laufzeitende ausgezahlt wird – neben den Konditionen der anderen Anbieter. Zinsen werden angepasst; die tagesaktuelle Angabe gehört in eine Rechnung und nicht in einen Fließtext.

Unabhängig. Wir vergleichen nach Bedingungen, nicht nach Provision. Wie wir Geld verdienen, steht in Über uns.

Kurz gefasst

Art des Anbieters
Filialbank – Abschluss online oder in der Filiale möglich
Widerruf
Hängt vom Abschlussweg ab: online ja, vor Ort in der Regel nicht
Bindung
Fest über die vereinbarte Laufzeit; Verfügbarkeit erst zum Ende
Am Laufzeitende
Auszahlung oder Verlängerung – je nachdem, was rechtzeitig erklärt wird
Zu klären
Wann die Verzinsung beginnt und bis wann eine Kündigung zugehen muss

Was der Abschluss in der Filiale leistet

Für denselben Vertrag gibt es bei einer Bank mit Filialnetz zwei Wege: das Formular im Internet oder den Termin vor Ort. Beide führen zum selben Produkt, aber nicht zu denselben Rechten.

Der wichtigste Unterschied liegt beim Widerrufsrecht. Ein Vertrag, den Sie online schließen, ist ein Fernabsatzvertrag und damit widerruflich – Sie können ihn nach dem Abschluss noch ohne Begründung wieder lösen. Ein Vertrag, den Sie in den Geschäftsräumen der Bank unterschreiben, ist kein Fernabsatzvertrag; das gesetzliche Widerrufsrecht greift dort in der Regel nicht. Wer sich die Möglichkeit offenhalten will, es sich noch anders zu überlegen, sollte den Weg deshalb bewusst wählen. Frist und Form stehen in der Widerrufsbelehrung, die Sie vor dem Abschluss erhalten.

Auf der anderen Seite steht ein Vorteil, den nur der Weg vor Ort bietet: die persönliche Identifizierung. Beim Online-Abschluss läuft sie über Videoident oder Postident, und bis sie abgeschlossen ist, kann Zeit vergehen. In der Filiale ist sie mit dem Termin erledigt. Ob und ab wann in der Zwischenzeit Zinsen laufen, ist eine eigene Frage – dazu unten mehr.

Was ein Termin in der Filiale nicht ist: eine neutrale Beratung. Sie sitzen bei einem Verkäufer der Bank. Das ist legitim und kein Grund, den Weg zu meiden – aber Sie sollten vorher wissen, was Sie abschließen wollen, und nach dem Gespräch nichts unterschreiben, was Sie nicht ohnehin prüfen wollten.

Die Frage vor dem Zinsvergleich: Wann beginnt die Laufzeit?

Ein Festgeld läuft nicht ab dem Tag, an dem Sie den Antrag stellen. Es läuft ab dem Zeitpunkt, der im Vertrag steht. Zwischen Antrag, Identifizierung und erster Einzahlung können mehrere Tage liegen – und in dieser Zeit passiert mit Ihrem Geld nichts.

Drei Zeitpunkte sind zu unterscheiden, und sie fallen nicht zwangsläufig zusammen:

  • Vertragsschluss – der Tag, an dem die Bank Ihren Antrag annimmt.
  • Einzahlung – der Tag, an dem das Geld auf dem Konto der Bank eingeht.
  • Beginn der Verzinsung – der Zeitpunkt, ab dem Zinsen gerechnet werden. Er ist im Vertrag oder in den Bedingungen ausdrücklich genannt.

Fällt der Beginn der Verzinsung mit dem Vertragsschluss zusammen, spielt die Dauer der Identifizierung keine Rolle mehr. Fällt er mit der Einzahlung zusammen, ist es umgekehrt: Dann kostet jeder Tag bis zur Überweisung einen Tag Laufzeit. Bei einer mehrjährigen Anlage ist der Betrag, um den es geht, klein – aber genau diese Angabe entscheidet zwischen zwei Angeboten mit demselben beworbenen Zins. Sie steht im Bedingungswerk und nicht auf der Produktseite.

Im Gespräch lässt sich das klären, online müssen Sie es lesen. Fragen Sie vor dem Unterschreiben nach den drei Zeitpunkten und lassen Sie sich die Antwort geben, nicht nur sagen: Was im Bedingungswerk steht, gilt – eine mündliche Auskunft ändert die Bedingungen nicht.

Das Laufzeitende: drei Wege, und nur einer passiert von allein

Ein Festgeld endet nicht mit einer Nachricht an Sie. Es endet dadurch, dass etwas vereinbart war oder dass jemand rechtzeitig etwas erklärt. Wer nichts tut, bekommt kein zufälliges Ergebnis, sondern das, was in den Bedingungen für diesen Fall steht.

Auszahlung
Die Bank überweist den Betrag zuzüglich der Zinsen auf das benannte Konto. Rechtlich ist das Festgeld eine Einlage – die Bank schuldet Ihnen die Rückzahlung. Sie zahlt sie aber nur dorthin, wo ein Konto benannt ist.
Verlängerung zu den dann gültigen Bedingungen
Der häufigste Fall in den Bedingungen. Der Vertrag läuft weiter, ohne dass Sie etwas unterschreiben. Verzinst wird dann der Satz, der zu diesem Zeitpunkt gilt – nicht der Satz Ihrer ersten Anlage.
Verlängerung zu den Bedingungen der ursprünglichen Anlage
Seltener. Für Sie von Vorteil, wenn die Zinsen gefallen sind, und von Nachteil, wenn sie gestiegen sind.

Der zweite Punkt ist der, der in Vergleichen fehlt. Eine automatische Verlängerung ist für die Bank der bequeme Normalfall, weil die meisten Kunden den Termin nicht bemerken. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob verlängert wird, sondern mit welchem Zins und bis wann Sie das verhindern können. Ob überhaupt automatisch verlängert wird, was dann gilt und welche Frist gilt, steht im Bedingungswerk und in den Vertragsunterlagen – klären Sie es beim Abschluss und nicht erst kurz vor dem Termin.

Zwei verschiedene Kündigungen. Die eine richtet sich auf das Ende der Laufzeit und muss vorher zugehen – die brauchen Sie. Die andere richtet sich auf eine Auflösung mitten in der Laufzeit; sie ist bei den meisten Festgeldangeboten ausgeschlossen. Verwechseln Sie die beiden nicht: Wer während der Laufzeit kündigt, hat damit nicht automatisch zum Laufzeitende gekündigt.

Die Kündigung zum Laufzeitende richtig zustellen

Weil die Frist oft kurz vor dem Laufzeitende liegt und eine verspätete Erklärung eine weitere Verlängerung auslöst, ist hier nicht der Inhalt der Erklärung das Problem, sondern der Nachweis. Im Streitfall müssen Sie beweisen, dass Ihre Erklärung rechtzeitig zugegangen ist.

  • Form: Prüfen Sie, ob die Bedingungen Textform verlangen. Textform heißt: lesbar auf einem dauerhaften Datenträger, also per Brief, Fax oder E-Mail – ein Anruf genügt nicht. Die genaue Anforderung steht in den Bedingungen.
  • Adressat: Die Erklärung muss der Bank zugehen. Bei einer Filialbank können Sie sie in der Filiale abgeben – lassen Sie sich den Empfang schriftlich bestätigen, dann ist der Zugang bewiesen.
  • Termin: Rechnen Sie vom Fristende rückwärts und setzen Sie sich ein eigenes Datum, nicht auf den letzten Tag. Ein Tag Verzögerungspost entscheidet sonst über ein weiteres Jahr Bindung.
  • Referenzkonto: Die Kündigung löst eine Auszahlung aus. Prüfen Sie vorher, ob das benannte Konto noch existiert und die Daten stimmen – sonst liegt das Geld fest, obwohl die Frist gewahrt war.

Wer per Einschreiben kündigt, sollte beachten, dass die Sendung zwar die Aufgabe bei der Post belegt, nicht aber, was im Umschlag war. Bei einem Brief mit Rückschein oder bei der Abgabe gegen Empfangsbestätigung stellt sich diese Frage nicht. Bei einem Vertrag, dessen Verlängerung um eine ganze Laufzeit geht, ist das kein Formalismus, sondern der Kern der Sache.

Der Kalendereintrag gehört zum Abschluss dazu. Notieren Sie sich beim Abschluss zwei Daten: das Laufzeitende und den Tag, an dem die Kündigung spätestens zugehen muss – mit etwas Abstand davor. Wer diese zwei Daten hat, muss sich an den Rest nicht erinnern.

Filiale oder Online: zwei Wege, zwei Ergebnisse

Bei einer Bank mit Filialnetz lohnt es, beide Wege zu vergleichen, statt einen davon vorauszusetzen. Die Konditionen müssen nicht identisch sein: Es gibt Häuser, die für den Abschluss im Internet andere Zinsen oder andere Laufzeiten anbieten als im Beratungsgespräch.

Klar ist dabei: Eine Filiale kann den Zinssatz nicht aushandeln. Diese Sätze gelten für alle Kunden und werden zentral festgelegt. Der Spielraum eines Gesprächs liegt in der Auswahl – welches Produkt aus dem Haus, welche Laufzeit, welcher Weg – und nicht im Zins selbst. Fragen Sie deshalb ausdrücklich, ob Ihnen online ein anderes Angebot als im Termin gemacht wird und ob Sie das für Sie bessere wählen dürfen.

Einlagensicherung
Maßgeblich ist die Banklizenz, nicht die Marke. Einlagen sind in der EU gesetzlich bis 100.000 € je Kunde und Bank geschützt. Ob zusätzlich ein freiwilliges Sicherungssystem besteht und was es deckt, steht in den Unterlagen der Bank.
Steuer
Bei einer deutschen Bank führt sie die Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag ab, und ein Freistellungsauftrag wirkt unmittelbar. Bei einem Anbieter mit Sitz im Ausland ist das nicht ohne Weiteres der Fall; Sitz und Lizenz stehen im Produktinformationsblatt.

Ein Hinweis zur Steuerfalle bei mehrjährigen Anlagen: Wird der Ertrag erst am Laufzeitende gutgeschrieben, fällt die Steuer gesammelt in diesem einen Jahr an und kann den Sparerpauschbetrag überschreiten. Prüfen Sie, ob Sie für dieses Jahr einen Freistellungsauftrag passend verteilen.

Häufige Fragen

Kann ich das TARGOBANK Festgeld in der Filiale abschließen?

Bei einer Filialbank ist das in der Regel möglich und der Online-Abschluss die Alternative. Der praktische Unterschied liegt beim Widerrufsrecht: Der online geschlossene Vertrag ist ein Fernabsatzvertrag und damit widerruflich, der vor Ort unterschriebene in der Regel nicht. Prüfen Sie außerdem, ob beide Wege dieselben Konditionen bieten.

Was passiert, wenn ich am Laufzeitende nichts unternehme?

Das steht im Bedingungswerk. Bei vielen Festgeldangeboten verlängert sich der Vertrag automatisch; maßgeblich ist dann der zu diesem Zeitpunkt gültige Zins und nicht der Ihrer ersten Anlage. Wenn Sie das nicht wollen, müssen Sie rechtzeitig kündigen – die Frist beginnt vor dem Laufzeitende.

Kann ich das Festgeld vorzeitig kündigen?

Die Bindung ist der Kern des Produkts; eine Verfügung während der Laufzeit ist beim Festgeld in der Regel nicht vorgesehen. Ob es eine Ausnahme gibt, unter welchen Voraussetzungen und mit welcher Berechnung, steht im Bedingungswerk. Klären Sie das vor dem Abschluss – nicht erst dann, wenn Sie das Geld brauchen.

Wie kündige ich rechtzeitig zum Laufzeitende?

Schriftlich oder in der Form, die die Bedingungen verlangen, und so, dass der Zugang bei der Bank bewiesen werden kann. Bei einer Filialbank bietet sich die Abgabe gegen schriftliche Empfangsbestätigung an. Im Streitfall müssen Sie beweisen, dass die Erklärung rechtzeitig zugegangen ist.

Verliere ich den Widerruf, wenn ich in die Filiale gehe?

Ein Vertrag, den Sie in den Geschäftsräumen der Bank schließen, ist kein Fernabsatzvertrag; das gesetzliche Widerrufsrecht greift dort in der Regel nicht. Verbindlich ist das, was in der Widerrufsbelehrung dieses Angebots steht – lesen Sie sie vor dem Unterschreiben.

Wie hoch ist der Zins beim TARGOBANK Festgeld?

Der Zinssatz hängt von der Laufzeit ab und ändert sich laufend. Deshalb steht er nicht in diesem Text. Der Rechner auf dieser Seite lädt die aktuellen Konditionen für die verschiedenen Laufzeiten und zeigt den Betrag, der am Laufzeitende ausgezahlt wird.

Ist das Geld bei der TARGOBANK gesichert?

Entscheidend ist die Banklizenz, unter der Ihr Vertrag geführt wird, und nicht der Markenname: Unter derselben Lizenz geführte Einlagen zählen zusammen, und die gesetzliche Deckung endet bei 100.000 € je Kunde und Bank. Ob zusätzlich eine freiwillige Sicherung besteht, ist in den Unterlagen der Bank zu prüfen.

Kostet der Abschluss in der Filiale etwas anderes als online?

Ob und wie die Wege unterschiedlich bepreist sind, steht im Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters. Prüfen Sie es vor dem Termin. Wenn der Filialweg mit anderen Konditionen verbunden ist als das Onlineangebot, gehört dieser Unterschied in den Vergleich – sonst vergleichen Sie zwei verschiedene Angebote.